Vom Kinderdorf »Angels of Africa« im Südsudan und der Hoffnung zu Weihnachten

von Hannes Müller (Kommentare: 0)

Bis zum heutigen Tage herrscht im Südsudan ein schrecklicher Bürgerkrieg, der auch vor den Schwächsten, vor Alten, Kindern, Frauen und Kranken, nicht halt macht. Das Kinderdorf »Angels of Africa« in Nimule bietet zurzeit 200 Weisen ein Zuhause.

Michael Mayer übergibt unseren Spenden-Check an das Projekt »Angels of Africa«

»Whatever I need to do to help these people,I'm going to do.«

- Sam Childers

In dieser Überzeugung hat das ehemalige US-amerikanisches Outlaw-Motorcycle-Gangmitglied Sam Childers das Projekt »Angels of Africa« in Nimule, einer kleinen Stadt an der Grenze zu Uganda, im kriegsgebeutelten Südsudan gegründet. Dieser Bürgerkrieg, der inzwischen aus unseren Abendnachrichten verschwunden ist, wütet immer noch, fordert weiterhin Opfer und lässt hilfsbedürftige Hinterbliebene zuraück. Sam hat sich der Hilfe verwaister Kinder verschrieben. Er und seine Frau gründeten 1998 das Kinderdorf »Angels of Africa« in der Hoffnung, dass Kinder ein neues Zuhause, einen sicheren Hafen und einen Ort der Güte finden.  

Zurzeit leben in dem Kinderdorf ca. 200 Kinder, die 24 Stunden pro Tag von ehemaligen Sicherheitskräften der SPLA (Sudanese People's Liberation Army) bewacht werden. Anderenfalls wäre das Kinderdorf ständigen Angriffen verschiedener lokaler Rebellengruppen ausgesetzt, die große Teile Südsudans in ihrer Hand haben. Seit seiner Gründung fanden über 2000 Kinder ein neues Heim und Bildungsmöglichkeiten. Auf den Gelände des Dorfes befinden sich neben den Schlaf- und Waschräumen, eine Schule, eine Kirche, eine Großküche und sogar ein Fußballplatz. In einer Region, in der die Menschen mit weniger als einem US$ pro Tag überleben müssen und diese Kinder tiefe Traumata erfahren mussten, kann ein kurzes Fußballspiel mit Freunden tatsächlich einen Augenblick für Ablenkung sorgen.

Dieser kleine Ort des Friedens ist gleichzeitig ein Ort der Hoffnung. In den letzten fünf Jahren des blutigen Bürgerkriegs wurden 10.000 Kinder und Jugendliche entführt und in die Sklaverei verschleppt. Diese Statistik ist bedrückend! Sam und sein Team möchten sich nicht entmutigen lassen und auch weiterhin Kindern einen sicheren Ort bieten. Dabei müssen sie mit knappen Ressourcen umgehen, in einem Land, das beinahe keine Infrastruktur hat. Uns hat das Projekt «Angels of Africa« sehr berührt, daher unterstützen wir Sam und sein Team sehr gerne und nachdrücklich.

 

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